13.08.2018

55.000 Kilometer unter der Maut

Landverkehre in Deutschland: Ausweitung der LKW-Maut


Jetzt gibt es keine Ausnahmen mehr: Die LKW-Maut gilt nun auch auf allen Bundesstrassen in Deutschland. Die Bundesregierung erzielt so eine weitere verlässliche Einnahmequelle. Die staatliche LKW-Maut wurde ab dem 1. Juli 2018 auf alle Bundesstrassen in Deutschland ausgeweitet – so sieht es das geänderte Bundesfernstrassenmautgesetz vor. Damit wächst das mautpflichtige Strassennetz um zusätzliche 40.000 Strassenkilometer. Aktuell sind bereits 15.000 km auf Autobahnen und Bundesstrassen mautpflichtig. Zeitgleich ist in Belgien ebenfalls eine Mautanpassung erfolgt.

Landfracht
Die Folge für die Speditionen und Kunden ist: Transportkosten bei LKW über 7,5 Tonnen müssen flächendeckend neu kalkuliert werden. Der Deutsche Speditions- und Logistikverband hat von Anfang an die Ausweitung kritisiert: Speditionen seien gezwungen, diese Kosten weiter zu berechnen. Die Fracht- und Logistiktarife im Nah- und Fernverkehr müssen entsprechend angepasst werden. Auch auf Containertransporte per Direkt-LKW wirkt sich die Maut aus. Im LCL Vor- und Nachlauftarif gibt es ebenfalls eine Anpassung. Hinzu kommt: Seit Jahresbeginn sind auch die Marktpreise für Dieselkraftstoffe angestiegen.

Bahn/Barge
Für Bahn/Bargetransporte wird ebenfalls die Maut individuell nach Vorlage der jeweils eingesetzten Dienstleister angepasst.

Einnahmen: 2,5 Milliarden Euro
Die Bundesregierung in Deutschland erwartet aus der LKW-Maut künftig Einnahmen von im Schnitt 7,2 Milliarden Euro pro Jahr, wenn zum 1. Januar 2019 auch neue Tarifsätze gelten – das sind rund 2,5 Milliarden Euro mehr als bisher.